Aktuelles

Schulung zu den Themen Stauden und PIK

Auf Einladung des LEV kamen am 18.03.2019 kommunale Umweltbeauftragte und Bauhofmitarbeiter ins Landwirtschaftsamt Bruchsal zu einer dreistündigen Schulung zu den Themen Stauden und PIK. Dr. Ulrich Kraft, Leiter des Landwirtschaftsamts, konnte 23 Teilnehmer begrüßen.
Prof. Cassian Schmidt vom Schau- und Sichtungsgarten Hermannshof in Weinheim eröffnete die Schulung mit der Vorstellung innovativer Staudenkonzepte für Städte und Gemeinden. Die Inhalte seines Vortrags reichten von der Stresstoleranz von Pflanzen als Auswahlkriterium über Mischpflanzen-konzepte mit gestaffelter Blühzeit bis hin zu praktischen Hinweisen zu Pflanzung, Pflege, Arbeitsaufwand, Optik und Naturnähe. Unterlegt mit Bildmaterial aus verschiedenen Städten zu unterschiedlichen Staudenpflanzungen und -mischungen stieß der Vortrag bei den kommunalen Teilnehmern auf offene Ohren. Nach einer kurzen Kaffeepause, die die Teilnehmer zum Austausch nutzten, schloss Bernhard Schwaninger, Leiter des Amtes für Vermessung, Geoinformation und Flurneuordnung im Landratsamt Karlsruhe, mit seinem Vortrag über über produktionsintegrierte Kompensationsmaßnahmen – kurz PIK – an. PIK sind Kompensationsmaßnahmen auf landwirtschaftlichen Flächen, die nicht der landwirtschaftlichen Nutzung entzogen werden. Vielmehr gewährleisten PIK eine fortwährende landwirtschaftliche Nutzung der Flächen bei gleichzeitiger ökologischer Aufwertung. Auch dieser Vortrag, der sowohl die rechtlichen Grundlagen als auch Umsetzungsmöglichkeiten von PIK umfasste, stieß auf großes Interesse.
Nach dem offiziellen Ende der Veranstaltung saßen sowohl die Referenten als auch einige Teilnehmer noch zusammen und tauschten sich rege aus.

Einblick in die Fachwartausbildung im Landkreis Karlsruhe

Die Fachwartausbildung im Landkreis Karlsruhe ermöglicht es den Teilnehmern sich in den Bereichen Obstbau, Garten und Landschaft weiterzubilden und auch für diese Themen Ansprechpartner zu werden. So können sie einerseits das Fachwissen in den Obst- und Gartenbauvereinen praktisch anwenden und andererseits als Multiplikatoren wirken, die das Wissen um die Themen Obstbau und Streuobst an Interessierte weitergeben. Die Ausbildung zum Fachwart wurde vom Landesverband für Obstbau, Garten und Landschaft Baden-Württemberg e.V. (LOGL) bereits 1997 landeseinheitlich entwickelt und ist eine Neuauflage des bewährten Baumwartkurses.

Die Ausbildung im Landkreis Karlsruhe beginnt im November mit dem Erwerb des Sachkundenachweises für Pflanzenschutz. Anschließend werden ab Dezember Vorträge von verschiedenen Referenten zu unterschiedlichen Themenbereichen gehalten. Die Vorträge werden mit praktischen Einheiten zum richtigen und fachgerechten Baumschnitt ergänzt und vertieft. Die Ausbildung ist landesweit genormt und anerkannt, wozu auch die abschließend im April stattfindende Prüfung beiträgt. Diese umfasst einen schriftlichen und mündlichen Teil und die Kursteilnehmer erhalten nach Bestehen eine Urkunde des LOGL. Zu den theoretischen Einheiten gehören Botanik, Bodenpflege, Nachbarschaftsrecht, Pflanzenschutz, Ernte, Lagerung, Gemüsebau und vieles mehr.

Beim letzten Kurstermin referierte der LEV über verschiedene Fördermaßnahmen im Bereich Streuobst. Die Förderung soll den Erhalt und die Pflege von Streuobstbeständen attraktiv machen und das Thema Streuobst mit seinem Nutzen für Mensch und Natur wieder mehr in die Öffentlichkeit tragen. Günter Kolb, Vorsitzender des Bezirks- Obst- und Gartenbauvereins Bruchsal und einer der Hauptreferenten der Ausbildung, schloss die Einheit mit einem Vortrag über das richtige Lagern von Obst.

Die Fachwartausbildung ist stets gut besucht und hat dieses Jahr 23 Teilnehmer. Der nächste Kurs beginnt im November 2019. Interessierte können sich über das Landwirtschaftsamt bei Wolfgang Bauer (wolfgang.bauer@landratsamt-karlsruhe.de) anmelden.

Artenreiche Getreideäcker gesucht

Das Institut für Agrarökologie und Biodiversität (IFAB) Mannheim, die Landschaftserhaltungsverbände (LEV) der Landkreise Karlsruhe und Enzkreis sowie das Regierungspräsidium Karlsruhe veranstalten in diesem Jahr eine Ackerwildkraut-Meisterschaft in den Landkreisen Karlsruhe und Enzkreis sowie den Stadtkreisen Karlsruhe und Pforzheim. Für die Meisterschaft werden buntblühende Getreideäcker gesucht. Mitmachen können alle Landwirte, die in den genannten Stadt- und Landkreisen artenreiche Getreideäcker bewirtschaften (ökologischer und konventioneller Landbau).
Der Anmeldebogen mit allen Informationen zur Ackerwildkraut-Meisterschaft 2019 kann weiter unten heruntergeladen werden. Anmeldungen sind bis zum 20. Mai 2019 möglich. Fragen zur Ackerwildkraut-Meisterschaft beantworten Thomas Kuppinger vom LEV Landkreis Karlsruhe (Telefon: 0721/936-87010, E-Mail: LEV@landratsamt-karlsruhe.de) und Thomas Köberle vom LEV Enzkreis (Telefon: 07231/308-1894, E-Mail: Thomas.Koeberle@enzkreis.de).

Wir freuen uns auf viele Teilnehmer und artenreiche Getreideäcker!

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Anmeldebogen Ackerwildkraut-Meisterschaft 2019
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Streuobstmarkt im Stadt- und Landkreis Karlsruhe

Die Sortenvielfalt in unseren Obstwiesen ist überwältigend. Sie reicht von vielfältigen Geschmacksrichtungen, speziellen Allergikersorten, hervorragenden Tafelobstsorten, extra Dörr- oder Mostsorten bis hin zu wahren Raritäten. Zumindest einmal im Jahr soll diese große Palette an Apfelsorten auf dem Karlsruher Markt angeboten werden. Hierbei können nicht nur Äpfel sondern auch Birnen, Nüsse oder andere Lebensmittel angeboten werden, die man mit einer Streuobstwiese in Verbindung bringt. Wer Interesse hat, seine Ware in Karlsruhe beim Streuobstmarkt anzubieten kann die unten stehende Interessensbekundung ausfüllen und bis zum 31. März 2019 an Frau Nele Kemper (Kontakt siehe Interessenbekundung) schicken. Bei weiteren Fragen steht Frau Kemper gerne zur Verfügung.

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Karlsruher Streuobstmarkt - Interessensbekundung
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Ausbildung zum Streuobstpädagogen hat begonnen

Streuobstwiesen sind typische Elemente unserer Kulturlandschaft. Sie weisen eine große Artenvielfalt auf, denn sie sind sehr strukturreich und bieten so zahlreiche Lebensräume für heimische Pflanzen- und Tierarten. Streuobstwiesen sind also besonders schützenswert und müssen durch richtige Pflege und am besten durch Nutzung erhalten werden. Um diesen Schutzbedarf auch der Bevölkerung nahezubringen werden Streuobstpädagogen ausgebildet. Die diesjährige Ausbildung wird von uns und dem Landschaftserhaltungsverband Rhein-Neckar gemeinsam organisiert. Die Ausbildung startete Ende Februar erfolgreich mit dem ersten dreitägigen Unterrichtsblock. Die hoch motivierten Teilnehmer – aus verschiedenen Altersklassen und mit unterschiedlichem Hintergrund –begannen ihre Ausbildung bei strahlendem Sonnenschein und Frühlingstemperaturen mit einem gemeinsamen Kennenlernspiel. Die Vernetzung während des Spiels wurde sinngemäß auf das Zusammenwirken der Organismen einer Streuobstwiese übertragen und vermittelte dadurch erste inhaltliche Aspekte. Der erste Unterrichtsblock umfasste neben theoretischen Einheiten wie der Geschichte der Streuobstwiesen und der Vermittlung von Methodik und Didaktik auch gleich die praktische Anwendung wie das korrekte Schneiden von Obstbäumen. In Teams erarbeiteten die angehenden Streuobstpädagogen die Vermittlung des Themas Streuobstwiesen für unterschiedliche Zielgruppen wie zum Beispiel Kindergartenkinder, Grundschulkinder, Teenager, Hausfrauen oder Manager. Die richtige Ansprache bestimmter Zielgruppen ist auch bei der späteren Tätigkeit der Teilnehmer von wesentlicher Bedeutung. Ziel der Ausbildung ist es, dass die Teilnehmer mit dem erlernten Wissen ganzjährige unterrichtsbegleitende Streuobstprojekte mit Schulklassen oder auch interessierten Jugendlichen und Erwachsenen selbständig durchführen können. Die Funktion von Streuobstwiesen als Ökosystem und ihre Bedeutung für die Kulturlandschaft soll dabei gleichermaßen vermittelt werden. Eine Teilnehmerin berichtete, dass sie besonders von der Vernetzung fachlicher und pädagogischer Einheiten und von der passenden Verteilung der Ausbildungsinhalte auf die jeweiligen Jahreszeiten begeistert ist. Die kommenden Unterrichtsblöcke im April, Juni und Juli beleuchten unter anderem die Streuobstwiese als Lebensraum für unterschiedliche Tiere. Weitere Informationen über die Ausbildung finden sich unter www.streuobst-paedagogen.de.

Landschaftspflegetag in Berghausen war ein voller Erfolg

Bei strahlendem Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen trafen sich am vergangenen Samstag rund 25 hochmotivierte Bürger und Interessierte, um eine mit Gehölzen zugewachsene Feuchtwiese von Hand zu entbuschen. Die Jäger des Jagdreviers Berghausen 1 Martin Remmele, Hans Appel und Michael Marischler, hatten gemeinsam mit der Gemeinde Pfinztal und dem Landschaftserhaltungsverband zu diesem Landschaftspflegetag eingeladen. Ausgestattet mit Motorsäge, Astkneifer und Freischneider wurden innerhalb von drei Stunden die stark aufgewachsenden Weiden und andere Gehölze auf einem Teil der Fläche zurückgeschnitten. Geplant ist die Fläche durch Beweidung und motormanuelle Einsätze mosaikartig offen zu halten und somit den Standort als attraktive Lebensstätte für die Tier- und Pflanzenwelt zu erhalten. Bei herzhaftem Essen und großem Kuchenbüffet in der nahe gelegenen Jagdhütte ließ man den Landschaftspflegetag gemütlich und gesellig ausklingen. Wir möchten uns noch einmal ganz herzlich bei allen Personen, die zum Gelingen des Tages beigetragen haben, bedanken!