Aktuelles

Landschaftspflegeeinsatz in Zeutern – Aktiv gegen die Verbuschung

Am vergangenen Samstagvormittag fanden trotz Regen und Kälte zehn motivierte Bürger in Zeutern zusammen, um einen Magerrasen zu entbuschen, der mit Gehölzen zugewachsen war. Mit Motorsägen, Motorsensen und Astkneifern ging es gleich ans Werk. Dem Regen trotzend wurden im Eiltempo Sträucher und teils hoch aufgewachsene Pappeln entfernt. Schnell türmte sich in der Mitte der Fläche ein großer Haufen Schnittgut auf. Bei so viel Motivation und Schweiß hatte selbst der Regengott ein Erbarmen, denn der Regen hörte bald auf, was für den Arbeitseinsatz natürlich förderlich war. Nach dem Motto „viel Leut‘ Händ, geben ein baldig’s End‘“ war die Fläche schon nach knapp drei Stunden von Gestrüpp und Gehölzen weitgehend befreit. Abschließend saß die Truppe – windgeschützt in einem Wagen mit Plane – bei Brezeln und Apfelschorle zusammen und ließ den Arbeitseinsatz ausklingen. Organisiert wurde diese Pflegemaßnahme von der Gemeinde Ubstadt-Weiher, dem Naturschutzverein Alternative Ecke und dem LEV. Im kommenden Frühjahr sollen Neuaustriebe entfernt und die Fläche für eine Beweidung mit Ziegen vorbereitet werden. Die Pflegemaßnahme im Frühjahr, bei der interessierte Bürger selbstverständlich wieder mitmachen können, wird rechtzeitig über die Presse angekündigt.

Obstdiebstahl im Landkreis Karlsruhe – wem gehört das Streuobst?

Feurig rot schimmern jetzt überall reife Äpfel an Streuobstbäumen. Da bekommt manch einer Appetit und greift spontan zu oder hebt einen schmackhaft aussehenden Apfel vom Boden auf und nimmt ihn mit. Doch ist das überhaupt erlaubt?
Dieser Tage fand das landkreisweite Streuobsttreffen im Landwirtschaftsamt Bruchsal statt. Bei dieser Gelegenheit berichteten einige Gemeinden sowie Obst- und Gartenbauvereine von Obstdiebstählen – von kleinen Mengen in der Fahrradtasche bis hin zu professionell abgeräumten Streuobstwiesen. Da durch den späten Frost dieses Frühjahr viele der Blüten und Äpfel im Frühstadium an den Streuobstbäumen erfroren sind, fällt diesen Herbst die Apfelernte deutlich kleiner aus als gewohnt. Dadurch erhöht sich aber auch der Preis für das Obst. Viele scheinen das zum Anlass zu nehmen die Streuobstwiesen anderer zu beernten. Das ist jedoch verboten. Auch der sogenannte „Mundraub“ – vom Baum in den Mund – ist seit 1975 unzulässig. Bei vielen ist überdies der 11.11. als Datum im Kopf verankert, ab welchem man vermeintlich herrenloses Obst mitnehmen darf. Das ist aber auch nicht richtig. Das Obst eines Baumes gehört demjenigen, dem auch die Fläche gehört, auf der der Baum steht. Einzige Ausnahme: Wenn Obst auf ein Nachbargrundstück fällt, dann gehört das Obst diesem Nachbarn. Da es einige Betriebe gibt, die das Streuobst selbst vermarkten und somit auf die Erträge angewiesen sind, bedeutet so ein Diebstahl starke finanzielle Einbußen.
Es gibt jedoch einige Möglichkeiten legal an Streuobst zu kommen. Viele Gemeinden oder Obst-und Gartenbauvereine versteigern jedes Jahr Streuobstbäume zur Beerntung. Auf der Internetseite
www.mundraub.org kann man sich ebenfalls darüber informieren, wo Streuobstbäume zu finden sind, die beerntet werden dürfen. Man kann dort auch seinen eigenen Streuobstbaum eintragen und zur Beerntung frei geben.

Radiobeitrag und interview von Swr4 zum Thema Obstdiebstahl

SWR4 Karlsruhe hat zu dem Thema Obstdiebstahl ein Interview, unter anderem mit dem LEV, geführt. Den Radiobeitrag finden Sie hier: SWR4